Kartoffeln
Frühkartoffeln kommen ab Juni, die Haupternte läuft von August bis Oktober. Entscheidend für die Küche ist nicht die Sorte, sondern der Kochtyp: festkochend, vorwiegend festkochend oder mehligkochend.
Hat jetzt Saison
Wann es Kartoffeln gibt
Richtwerte für Freiland. Unter Glas beginnt die Ernte früher, in Höhenlagen später.
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Wer Kartoffeln anbietet
Anbau
Gelegt wird im April, geerntet ab Juni. Kartoffeln brauchen lockeren Boden und werden während des Wachstums angehäufelt, damit die Knollen in der Erde bleiben und kein Licht bekommen.
Zwischen zwei Kartoffelkulturen auf derselben Fläche sollten drei bis vier Jahre liegen. Das hält Nematoden und Krankheiten in Schach.
Die Kraut- und Knollenfäule ist das Hauptproblem im Anbau, besonders in feuchten Sommern. Sie ist der Grund, warum Kartoffeln im konventionellen Anbau vergleichsweise häufig behandelt werden.
Lagerung
Dunkel, kühl und luftig, bei vier bis acht Grad. Ein Keller ist ideal, ein Kühlschrank nicht: Unter vier Grad wandelt die Knolle Stärke in Zucker um, sie schmeckt süßlich und wird beim Braten zu dunkel.
Licht ist der zweite Feind. Belichtete Kartoffeln werden grün und bilden Solanin. Grüne Stellen und Keimansätze großzügig wegschneiden. Stark ergrünte oder schrumpelige Knollen gehören nicht mehr auf den Teller.
Nicht neben Äpfeln lagern, deren Reifegas lässt Kartoffeln früher keimen.
In der Küche
Festkochend bleibt in Form: Salat, Bratkartoffeln, Gratin.
Vorwiegend festkochend ist der Allrounder: Salzkartoffeln, Suppen, Eintopf.
Mehligkochend zerfällt: Püree, Klöße, Suppen zum Binden.
Pellkartoffeln in kaltem Wasser aufsetzen und nicht sprudelnd kochen, sonst platzt die Schale. Nach dem Abgießen kurz ausdampfen lassen, das macht sie trockener und griffiger.
Das Kochwasser von Kartoffeln eignet sich zum Binden von Soßen, weil Stärke darin gelöst ist.
Gut zu wissen
Die Kochtypen hängen vom Stärkegehalt ab. Mehligkochende Sorten haben etwa 16 Prozent Stärke, festkochende rund 14 Prozent. Der Unterschied wirkt klein, entscheidet in der Pfanne aber alles.
Auf Packungen steht der Kochtyp als Farbcode: grün für festkochend, rot für vorwiegend festkochend, blau für mehligkochend. Beim Direktvermarkter fehlt die Angabe oft, dort hilft fragen.
Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen, wie Tomate, Paprika und Aubergine. Alle oberirdischen Teile der Pflanze sind giftig, auch die kleinen grünen Früchte, die nach der Blüte entstehen.
Sorten
- Annabelle
- Festkochend, früh, feine Schale. Beliebt als Frühkartoffel.
- Linda
- Festkochend, kräftiger Geschmack, lange Zeit die bekannteste Salatkartoffel.
- Nicola
- Festkochend, gelbfleischig, gut lagerfähig.
- Laura
- Vorwiegend festkochend, rotschalig, tiefgelbes Fleisch.
- Bintje
- Mehligkochend, der Klassiker für Püree und Pommes.
- Adretta
- Mehligkochend, alte Sorte, sehr aromatisch.
- Bamberger Hörnchen
- Festkochend, länglich-gekrümmt, nussig. Alte Sorte, geringer Ertrag.
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