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Kartoffeln

Frühkartoffeln kommen ab Juni, die Haupternte läuft von August bis Oktober. Entscheidend für die Küche ist nicht die Sorte, sondern der Kochtyp: festkochend, vorwiegend festkochend oder mehligkochend.

Hat jetzt Saison

Wann es Kartoffeln gibt

Frisch geerntet Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember
Aussaat im Garten Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

Richtwerte für Freiland. Unter Glas beginnt die Ernte früher, in Höhenlagen später.

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Anbau

Gelegt wird im April, geerntet ab Juni. Kartoffeln brauchen lockeren Boden und werden während des Wachstums angehäufelt, damit die Knollen in der Erde bleiben und kein Licht bekommen.

Zwischen zwei Kartoffelkulturen auf derselben Fläche sollten drei bis vier Jahre liegen. Das hält Nematoden und Krankheiten in Schach.

Die Kraut- und Knollenfäule ist das Hauptproblem im Anbau, besonders in feuchten Sommern. Sie ist der Grund, warum Kartoffeln im konventionellen Anbau vergleichsweise häufig behandelt werden.

Lagerung

Dunkel, kühl und luftig, bei vier bis acht Grad. Ein Keller ist ideal, ein Kühlschrank nicht: Unter vier Grad wandelt die Knolle Stärke in Zucker um, sie schmeckt süßlich und wird beim Braten zu dunkel.

Licht ist der zweite Feind. Belichtete Kartoffeln werden grün und bilden Solanin. Grüne Stellen und Keimansätze großzügig wegschneiden. Stark ergrünte oder schrumpelige Knollen gehören nicht mehr auf den Teller.

Nicht neben Äpfeln lagern, deren Reifegas lässt Kartoffeln früher keimen.

In der Küche

Festkochend bleibt in Form: Salat, Bratkartoffeln, Gratin.

Vorwiegend festkochend ist der Allrounder: Salzkartoffeln, Suppen, Eintopf.

Mehligkochend zerfällt: Püree, Klöße, Suppen zum Binden.

Pellkartoffeln in kaltem Wasser aufsetzen und nicht sprudelnd kochen, sonst platzt die Schale. Nach dem Abgießen kurz ausdampfen lassen, das macht sie trockener und griffiger.

Das Kochwasser von Kartoffeln eignet sich zum Binden von Soßen, weil Stärke darin gelöst ist.

Gut zu wissen

Die Kochtypen hängen vom Stärkegehalt ab. Mehligkochende Sorten haben etwa 16 Prozent Stärke, festkochende rund 14 Prozent. Der Unterschied wirkt klein, entscheidet in der Pfanne aber alles.

Auf Packungen steht der Kochtyp als Farbcode: grün für festkochend, rot für vorwiegend festkochend, blau für mehligkochend. Beim Direktvermarkter fehlt die Angabe oft, dort hilft fragen.

Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen, wie Tomate, Paprika und Aubergine. Alle oberirdischen Teile der Pflanze sind giftig, auch die kleinen grünen Früchte, die nach der Blüte entstehen.

Sorten

Annabelle
Festkochend, früh, feine Schale. Beliebt als Frühkartoffel.
Linda
Festkochend, kräftiger Geschmack, lange Zeit die bekannteste Salatkartoffel.
Nicola
Festkochend, gelbfleischig, gut lagerfähig.
Laura
Vorwiegend festkochend, rotschalig, tiefgelbes Fleisch.
Bintje
Mehligkochend, der Klassiker für Püree und Pommes.
Adretta
Mehligkochend, alte Sorte, sehr aromatisch.
Bamberger Hörnchen
Festkochend, länglich-gekrümmt, nussig. Alte Sorte, geringer Ertrag.

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