Erdbeeren
Erdbeeren aus dem Freiland gibt es von Mitte Mai bis Juli. Sie reifen nach dem Pflücken nicht nach, was bedeutet: Was blass geerntet wurde, bleibt blass.
Gerade nicht aus der Region
Wann es Erdbeeren gibt
Richtwerte für Freiland. Unter Glas beginnt die Ernte früher, in Höhenlagen später.
Anbau
Erdbeeren werden im Sommer oder Spätsommer gepflanzt und tragen im Jahr darauf. Nach zwei bis drei Erntejahren wird das Feld umgebrochen, weil Ertrag und Fruchtgröße nachlassen und der Krankheitsdruck steigt.
Viele Betriebe arbeiten mit Vlies oder Folientunneln, um die Ernte um zwei bis drei Wochen vorzuziehen. Unter Glas geht es noch früher, dafür steigt der Aufwand.
Zwischen den Reihen liegt oft Stroh. Das hält die Früchte sauber und vom feuchten Boden fern, was Graufäule vorbeugt. Daher auch der englische Name strawberry.
Lagerung
Erdbeeren gehören am selben Tag verarbeitet. Im Kühlschrank halten sie ein bis zwei Tage, nebeneinander ausgebreitet, nicht gestapelt.
Vor dem Lagern nicht waschen. Wasser dringt in die Frucht und beschleunigt die Fäulnis. Gewaschen wird direkt vor dem Essen, dabei den Kelch erst danach entfernen.
Zum Einfrieren eignen sich feste Früchte. Einzeln auf einem Blech vorfrieren, dann in den Beutel, so kleben sie nicht zusammen. Aufgetaut sind sie weich, für Kuchen und Marmelade reicht das.
In der Küche
Frisch gegessen brauchen gute Erdbeeren nichts weiter. Wer Zucker nimmt, sollte ihn erst kurz vorher zugeben, sonst ziehen die Früchte Wasser.
Ein Spritzer Balsamico oder schwarzer Pfeffer passt besser, als es klingt. Beides hebt die Fruchtsäure.
Für Marmelade eignen sich leicht überreife Früchte am besten, dort ist der Zuckergehalt am höchsten. Erdbeeren haben wenig Pektin, deshalb braucht es Gelierzucker oder einen Anteil anderer Früchte.
Gut zu wissen
Botanisch ist die Erdbeere keine Beere, sondern eine Sammelnussfrucht. Die eigentlichen Früchte sind die kleinen gelben Körnchen auf der Oberfläche, das rote Fleisch ist verdickter Blütenboden.
Mieze Schindler ist ein Beispiel dafür, was Direktvermarktung möglich macht. Die Sorte ist so weich, dass sie den Transport in den Handel nicht übersteht. Wer sie essen will, muss zum Hof fahren.
Sorten
- Elsanta
- Die verbreitetste Sorte im Erwerbsanbau, fest, gut transportfähig, mittlerer Geschmack.
- Honeoye
- Frühe Sorte, kräftig rot, säuerlich.
- Mieze Schindler
- Alte Sorte mit sehr intensivem Aroma, weich, kaum lagerfähig. Nur direkt ab Hof zu bekommen.
- Korona
- Weich und aromatisch, beliebt für Marmelade.
- Senga Sengana
- Klassiker für Konserve und Tiefkühlung.
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