Kürbis
Speisekürbisse werden von September bis November geerntet und halten sich je nach Sorte bis ins Frühjahr. Hokkaido und Butternut sind die verbreitetsten Sorten in der Direktvermarktung.
Hat jetzt Saison
Wann es Kürbis gibt
Richtwerte für Freiland. Unter Glas beginnt die Ernte früher, in Höhenlagen später.
Anbau
Gesät wird ab Mitte Mai, nach den Eisheiligen, weil Kürbis keinen Frost verträgt. Die Pflanzen brauchen viel Platz, zwei bis drei Quadratmeter pro Stück, und einen nährstoffreichen Boden.
Kürbis gilt als dankbare Kultur: wenig Pflanzenschutz, überschaubarer Arbeitsaufwand, hoher Ertrag je Fläche. Das macht ihn für kleinere Betriebe interessant.
Viele Höfe bauen nebenher Zierkürbisse an. Die gehören streng getrennt, dazu unten mehr.
Lagerung
Ganze Kürbisse lagern kühl und trocken bei zehn bis fünfzehn Grad, nicht im Kühlschrank und nicht nebeneinander, sondern mit Abstand. Hokkaido hält so drei bis vier Monate, Butternut und Muskatkürbis deutlich länger, teils bis ins Frühjahr.
Angeschnitten gehört Kürbis in den Kühlschrank und sollte innerhalb von drei bis vier Tagen verbraucht werden. Die Schnittfläche abdecken.
Gewürfelt lässt er sich roh einfrieren, gegart als Püree.
In der Küche
Die Schale von Hokkaido wird beim Garen weich und kann mitgegessen werden. Butternut und Muskatkürbis werden geschält.
Im Ofen bei 200 Grad geröstet entwickelt Kürbis mehr Geschmack als gekocht, weil weniger Wasser hinzukommt. Dreißig bis vierzig Minuten je nach Stückgröße.
Für Suppe passen Ingwer, Kokosmilch oder ein Schuss Apfelsaft. Kürbiskerne nicht wegwerfen: gewaschen, getrocknet und im Ofen geröstet sind sie ein Nebenprodukt, das nichts kostet.
Gut zu wissen
Ein Sicherheitshinweis, der wichtig ist: Zierkürbisse enthalten Cucurbitacine und sind nicht zum Verzehr geeignet. Sie schmecken bitter.
Dasselbe kann in seltenen Fällen bei Speisekürbissen auftreten, wenn sie sich mit Zierkürbissen gekreuzt haben. Das betrifft vor allem Saatgut aus dem eigenen Garten. Die Regel lautet deshalb: Schmeckt ein Stück roh bitter, wird der gesamte Kürbis weggeworfen. Erhitzen hilft nicht, Cucurbitacine sind hitzestabil.
Beim gekauften Speisekürbis vom Hof ist das Risiko gering, weil zertifiziertes Saatgut verwendet wird.
Sorten
- Hokkaido
- Orange, Schale essbar, nussig. Die häufigste Sorte in der Direktvermarktung.
- Butternut
- Birnenförmig, wenig Kerne, feines Fruchtfleisch, lange haltbar.
- Muskatkürbis
- Groß, gerippt, kräftig im Geschmack, wird oft in Stücken verkauft.
- Spaghettikürbis
- Fasert beim Garen zu spaghettiähnlichen Strängen.
- Bischofsmütze
- Auffällige Form, festes Fleisch.
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