Rhabarber
Rhabarber wird von April bis zum 24. Juni geerntet. Danach ist Schluss, damit sich die Pflanze erholt. Verwendet werden nur die Stiele, die Blätter nicht.
Gerade nicht aus der Region
Wann es Rhabarber gibt
Richtwerte für Freiland. Unter Glas beginnt die Ernte früher, in Höhenlagen später.
Anbau
Rhabarber ist eine Dauerkultur und steht acht bis zehn Jahre am selben Platz. Gepflanzt wird im Herbst, geerntet erstmals im zweiten oder dritten Jahr.
Die Pflanze braucht Platz, etwa einen Quadratmeter, und viel Nährstoffe. Im Hausgarten reicht eine Lage Kompost im Frühjahr.
Blütenstände werden ausgebrochen, sobald sie erscheinen. Blüht die Pflanze aus, geht Kraft verloren, und die Stiele werden holzig.
Lagerung
Im Kühlschrank halten sich die Stiele in ein feuchtes Tuch gewickelt etwa eine Woche.
Roh geschnitten lässt sich Rhabarber gut einfrieren und hält sich so ein Jahr. Zum Backen kann er gefroren verwendet werden, dann allerdings etwas mehr Bindung einplanen, weil beim Auftauen Wasser austritt.
Eingekocht als Kompott oder Marmelade hält er sich ungeöffnet über ein Jahr.
In der Küche
Junge, dünne Stiele müssen nicht geschält werden. Bei dickeren, späteren Stielen zieht man die Fäden ab.
Rhabarber braucht Zucker, allein ist er sehr sauer. Eine Kombination mit Erdbeeren ist verbreitet, beide haben zur selben Zeit Saison.
Beim Kochen zerfällt er schnell. Für Kompott mit Stücken reichen fünf Minuten, für Mus zehn.
In Milchspeisen und Kuchen mit Milchanteil bindet die Oxalsäure Calcium. Das ist der Grund, warum Rhabarbermilch manchmal gerinnt.
Gut zu wissen
Die Blätter enthalten deutlich mehr Oxalsäure als die Stiele und werden nicht gegessen. Sie gehören auf den Kompost.
Auch in den Stielen steckt Oxalsäure, in haushaltsüblichen Mengen aber unproblematisch. Wer Nierensteine hatte, sollte zurückhaltend sein und sich mit der Ärztin absprechen.
Das Schälen reduziert den Gehalt, ebenso das Abgießen des Kochwassers. Rote Sorten enthalten in der Regel weniger Säure als grüne.
Botanisch ist Rhabarber ein Gemüse, genauer ein Knöterichgewächs. In der Küche wird er wie Obst behandelt.
Sorten
- Holsteiner Blut
- Rotfleischig, mild, wenig Säure. Gilt als beste Sorte für Kuchen.
- Goliath
- Grünfleischig, kräftiger Ertrag, säurebetont.
- Frambozen Rood
- Rot, aromatisch, für Kompott.
- Victoria
- Alte Sorte, grünstielig, sehr sauer.
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