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Kirschen

Süßkirschen reifen von Juni bis Juli, Sauerkirschen etwas später. Beide werden nicht nachreifend geerntet, was am Baum nicht reif wurde, wird es auch im Korb nicht.

Gerade nicht aus der Region

Wann es Kirschen gibt

Frisch geerntet Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember

Richtwerte für Freiland. Unter Glas beginnt die Ernte früher, in Höhenlagen später.

Anbau

Kirschen blühen früh, oft schon im April. Spätfröste sind das größte Risiko im Anbau, eine Frostnacht zur Blüte kann die Ernte eines ganzen Jahres kosten.

Süßkirschen brauchen meist eine zweite Sorte zur Bestäubung. Sauerkirschen sind überwiegend selbstfruchtbar.

Im Erwerbsanbau stehen die Bäume häufig unter Regendächern. Der Grund ist nicht der Regen selbst, sondern das Platzen der Früchte: Nehmen reife Kirschen über die Haut Wasser auf, reißen sie auf.

Lagerung

Im Kühlschrank halten sich Kirschen zwei bis drei Tage. Nicht waschen vor dem Lagern, die Feuchtigkeit fördert Schimmel.

Zum Einfrieren entsteint man sie am besten vorher, danach ist es mühsam. Einzeln vorfrieren, dann in den Beutel.

Eingekocht als Kompott oder Konfitüre halten sie sich über ein Jahr. Sauerkirschen eignen sich dafür besser, weil die Säure erhalten bleibt.

In der Küche

Süßkirschen isst man frisch, Sauerkirschen werden fast immer verarbeitet.

Für Kuchen und Grütze sind Sauerkirschen die richtige Wahl, ihre Säure bleibt beim Backen erhalten. Süßkirschen schmecken im Kuchen oft flach.

Ein Kirschkernentferner spart Zeit, das Messer tut es auch. Beim Entsteinen über einer Schüssel arbeiten, der Saft färbt kräftig.

Kirschkerne kann man waschen, trocknen und als Füllung für Wärmekissen verwenden.

Gut zu wissen

Der alte Rat, nach Kirschen kein Wasser zu trinken, stammt aus einer Zeit mit unsauberem Trinkwasser. Mit heutigem Leitungswasser gibt es keinen belegten Zusammenhang. Wer große Mengen Steinobst isst, bekommt mitunter Bauchweh, das liegt aber am Obst selbst.

Zwischen Süßkirschen und Sauerkirschen liegen zwei verschiedene Arten, nicht nur unterschiedliche Sorten. Sauerkirschen sind eine Kreuzung aus Süßkirsche und Steppenkirsche.

Die Kirschessigfliege, seit etwa 2011 in Deutschland verbreitet, legt ihre Eier in reifende Früchte und ist zu einem ernsten Problem im Anbau geworden. Sie ist einer der Gründe, warum Netze über Kirschanlagen heute verbreitet sind.

Sorten

Burlat
Sehr frühe Süßkirsche, ab Ende Mai, weich.
Regina
Späte Süßkirsche, groß, fest, platzfest. Verbreitet im Erwerbsanbau.
Schneiders Späte Knorpelkirsche
Alte Sorte, dunkel, fest, sehr aromatisch.
Schattenmorelle
Die bekannteste Sauerkirsche, dunkel, für Kuchen und Konserve.
Morellenfeuer
Sauerkirsche, ertragreich, kräftige Säure.

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